Impella® Herzpumpe – Erfahrungen aus Dresden

Die Impella® Herzpumpe wird bereits an einer Vielzahl von Universitätskliniken verwendet. Im Video erzählt Dr. Karim Ibrahim, Leitender Oberarzt am Herzzentrum des Universitätsklinikums Dresden, mehr über seine Erfahrungen mit der Herzpumpe.

Protected PCI mit Impella Herzpumpe – ein starker Trend

Seit der Einführung der Impella-Systeme und der neuen Impella CP vor mehr als zwei Jahren wurden am Universitätsklinikum Dresden sehr gute Erfahrungen mit der Impella Herzpumpe gemacht. „So konnten bereits mehr als 80 Patienten mit Hilfe der Impella Herzpumpe behandelt werden“, erzählt Dr. Ibrahim.

Indikationen

  • Der Großteil der Patienten wird aufgrund eines kardiogenen Schocks mit der Impella Herzpumpe behandelt.
  • Einige Risikopatienten mit bestehenden Komorbiditäten wurden einer durch Impella Katheter „geschützten“ PCI unterzogen – einer sogenannten Protected PCI.

Impella Herzpumpe bei kardiogenem Schock

Der Einsatz der Impella Herzpumpe bei einem kardiogenen Schock bietet positive hämodynamische Effekte zur Stabilisierung des Patienten. Das Impella-System ist innerhalb von 7-8 Minuten einsetzbar. So können Patienten, die mit einem kardiogenen Schock eingeliefert wurden oder hämodynamisch instabil sind, innerhalb kürzester Zeit wieder stabilisiert werden.

Trend zur Protected PCI

Der Trend zu einer Protected PCI hat in den vergangenen Jahren immer weiter zugenommen. So bekommt das Universitätsklinikum Dresden heute verstärkt Zuweisungen von externen Kliniken, denen das Verfahren der Protected PCI bekannt ist und die einem Hochrisikopatienten eine sichere Intervention ermöglichen möchten. Dabei handelt es sich häufig um schwierige Fälle mit hochgradig eingeschränkter Pumpfunktion oder komplexen Koronarmorphologien.

 

„Der Trend zur Protected PCI nimmt zu. Wir bekommen vermehrt Überweisungen von Hochrisikopatienten, die bei uns mit Hilfe der Impella Herzpumpe unter sicheren Bedingungen interveniert werden sollen.“

- Dr. Karim Ibrahim

Mehr Zeit mit Impella Herzpumpe

„Durch den Einsatz der Impella Herzpumpe gewinnt man Zeit“, erklärt Dr. Ibrahim, „denn die Impella stabilisiert den Patienten während der Intervention.“ Sollte es zu unerwarteten Komplikationen während der Intervention kommen, muss man sich nicht sorgen, dass der Patient instabil wird. Man hat ausreichend Zeit, das Problem zu beheben. 

Tipps zur Einführung des Impella-Katheter Programms im Klinikum

Um das Impella System schnell und sicher einsetzen zu können, empfiehlt Dr. Ibrahim, zuerst mit elektiven Fällen zu starten. Diese Protected PCI kann man gut vorbereiten und sich Unterstützung von erfahrenen Kollegen holen. Wenn die ersten Fälle unter stabilen Bedingungen durchgeführt wurden und man mit dem Impella-System vertraut ist, kann die Impella Herzpumpe auch in einer Notfallsituation wie dem kardiogenen Schock problemlos eingesetzt werden. „Ein weiterer Tipp für den Start eines Impella-Programmes ist, diese Eingriffe regelmäßig durchzuführen“, rät Dr. Ibrahim.

Neben der Schulung des ärztlichen Personals benötigen auch weitere Angestellte (z.B. das Pflegepersonal) eine Schulung im Umgang mit Protected PCI-Patienten.

Vita

Karim Ibrahim, MD
Leitender Oberarzt
Herzzentrum Dresden Universitätsklinikum

Dr. Ibrahim schloss sein Medizinstudium an der Technischen Universität München im Jahre 2002 ab. Im Anschluss begann er seine Assistenzarzttätigkeit im Jahre 2003 am Institut für Experimentelle Kardiologie an der Technischen Universität Dresden. Nach seinem Wechsel in das Herzzentrum Dresden Universitätsklinik ist er derzeit als kommissarischer Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Kardiologie tätig und Leiter derinterventionellen Kardiologie und Intensivstation. Er ist Experte für interventionelle Techniken und spezialisiert auf das TAVI-Programm. Darüber hinaus führt er umfangreiche Untersuchungen auf dem Gebiet des akuten Koronarsyndroms und des kardiogenen Schocks sowie der Thrombozytenfunktion und -hemmung durch. Derzeit betreut er verschiedene Forschungsprojekte und präsentiert seine Forschungsarbeiten in mehreren nationalen und internationalen Konferenzen. Er engagiert sich auch aktiv für Lehre, Vorträge und Beratung in der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden.

Dr. Karim Ibrahim

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